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Kein “Tag der offenen Tür”, aber dennoch ein toller Abend

Sonntag, 27. Juli 2008 | Autor: Norbert Müschen

Ein kleines Bühnenbild ;-)
Ein kleines Bühnenbild ;-)

Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19.00 Uhr - das waren die zeitlichen Vorgaben. Ich habe draufhingefiebert. Klar, auch auf das San-Francisco-Programm, aber, ganz ehrlich, natürlich auch darauf, mal wieder “meine” Kaserne betreten und von innen sehen zu können und dürfen. Meine Berichterstattung muss geteilt werden, denn ich merkte gestern schon, dass mir für reichswaldkaserne.de kein objektiver Bericht würde gelingen können, es gab auch private Wiedersehen.

Comeback - San Francisco: Die Veranstaltung an sich

Zunächst einmal muss man ganz klar ein ganz ganz dickes Lob und Kompliment in Richtung Organisatoren loswerden! Es war schon sensationell, was das Team nicht nur aus dem Fleckchen zwischen Truppenküche, Busbahnhof und Nachschub, sondern auch in Sachen Infrastruktur (Parkplätze) auf die Beine gestellt hat. Ich gehe nämlich davon aus, dass auch die eigentliche Veranstaltungsfläche längst im Griff der Natur war und es ebendiese zu bezähmen ging. Ich war ja damals nicht in Woodstock, aber so ähnlich hoch dürfte der Rasen dort auch gewesen sein.

Leider spielte gestern Abend das Wetter nicht durchgehend mit. Zunächst konnte man ja hoffen, dass es trocken abgehen könnte, aber das war letztlich auch nur ein Gerücht, denn es blitzte und donnerte und ließ einen Regenguss ab, der aber wirklich vom “Allerfeinsten” war… Entsprechend war danach auch das gewisse “Matsch-Feeling” da, auch wenn der Rasen die Wassermassen gut verkraftet zu haben schien - allerdings war es zu dem Zeitpunkt auch schon schwummrig, interessiert hat es irgendwie auch niemanden…

Die Parkplatzsituation - ich gebe zu, dass ich mehr mit dem Umfeld beschäftigt war als mit anderen Dingen - wurde prima gelöst. Jede Menge Fahrräder fanden ihre Plätze auf dem Parkplatz hinter der Sanitätsstaffel, während die Autofahrer auf das weitreichende Areal der Fahrbereitschaft geleitet wurden. Wie sehr die Organisatoren mitdachten zeigte sich auch hier daran, dass Hinweisschilder darüber informierten, dass man auch am Sonntag sein Gefährt würde abholen können in einem bestimmten Zeitfenster. Ganz große Klasse!

Die Stimmung war der Musik entsprechend ebenfalls prima. Leider wird wohl doch das Wetter so manchen abgehalten haben diese dennoch gelungene Veranstaltung zu besuchen und in alten Zeiten zu schwelgen. Der erste Schritt führte natürlich aber auch mich zum Kassenhäuschen, denn es herrschte bargeldloser Zahlungsverkehr ;-) . Und schon holte mich die Vergangenheit ein: “Hallo Mü, für wieviele?” :-) . “Nicht so viele, wie ich Dir im UffzHeim verkauft habe.” Das fing ja gut an ;-) .

Rundgang über die Ringstraße

18.30 Uhr Einlass, da habe ich vielleicht noch Zeit für dies und das. Was und vor allem wie würden mir diverse Dinge gleich begegnen, was ist überhaupt noch vorhanden, haben Vandalen aus unserer Kaserne ein “Trümmerfeld” gemacht?

Natürlich kam ich nicht überall ran, denn wie vereinbart und versprochen hielt ich mich an die Absperrungen. So blieb mir der Gang zu den Blöcken 12 und 13 der Stabskompanie leider verwehrt. Gut, hätte ich locker umgehen können - um den Preis, gar keine Chance mehr zum Besuch zu bekommen und dem Comeback-Team womöglich große Schwierigkeiten zu bereiten. Nein, habe ich nicht gemacht! Welchen Wert hätten auch Bilder, die ich eigentlich gar nicht hätte machen dürfen? Na also, die folgen also demnächst hoffentlich noch ;-) .

Ich konnte nicht anders: Relativ einsamer Rundgang

Zu den Parkplätzen sollte man doch auch als Fußgänger kommen, meinte ich so vor mich hin. Abtrassiert war auch alles, diese Sperrungen hatte ich natürlich zu respektieren. Eher schlendernd bewegte ich somit weiter, die Kamera ständig in Schussbereitschaft. Später erfuhr ich dann, dass man mich wohl aufgrund des Trikots erkannt hatte. Schon an der SanStff wurde ich erstmals “aufgegriffen” ;-) . “Ringstraße darf ich doch, oder? Mehr mache ich auch nicht, nur einmal rumgehen.” Ich durfte.

Mir folgte aber auch niemand, denn auch darauf habe ich natürlich geachtet. Wie gesagt: Ich wollte und will keinen Ärger. Und wurde wohl “geduldet” irgendwie ;-) . Dafür möchte ich mich hier mal ganz ganz herzlich bedanken! Das waren schon mehr Möglichkeiten als ich mir vorher erhofft hatte! Ich versuche es, mit meinen, natürlich amateurhaften, Bildern “zurückzuzahlen”.

Kasernenname, Springbrunnen und Gedenkstein
Das steinerne Wappen der Unteroffizierkameradschaft
Das steinerne Wappen der Unteroffizierkameradschaft

Meine drei Wünsche sind ja in Sachen zukünftiger Geländenutzung gewesen, die Mauer mit dem Schriftzug “Reichswald-Kaserne” sowie den Springbrungen im Kreisel vor dem Offzierheim und den Wappenstein vor dem Unteroffizierheim zu erhalten. Einen Dämpfer bekam ich vorm OffzHeim, denn der Kreisel ist brunnenlos und verwuchert. Mir wurde “etwas anders” bei dem Gedanken, was mich in wenigen Minuten vor “meinem” UffzHeim erwarten würde…

Der Stein! Klar, ein bisschen angegriffen von der Witterung, aber er steht da wie immer! Als wenn sich jemand die ganzen Brach-Jahre drum gekümmert hätte. Am Scheideweg der Entscheidung, ob man nun den Haupteingang nimmt oder entweder über die Terasse oder den Barraum ins UffzHeim gelangt ;-) . Wobei letzterer Weg selbstverständlich nicht für jeden zur Verfügung stand, aber ich war ja auch nicht Jeder *g*…

Auf jeden Fall ist mir auch ein Stein vom Herzen gefallen. Klingt jetzt doof, ist aber so.

Truppenküche und der “gesperrte Zugang” zur Heimat

“Na, hier hast Du doch auch gegessen.” Da schlenderte dann doch noch ein Ehemaliger an Block 10 vorbei. “Und ich habe Dir sogar die Essenmarken dafür verkauft.” Uli Kropmans und ich grinsten uns an gingen jeweils weiter unserer Wege. Vorbei am Küchennebengebäude, in dem wir damals mal unser Weihnachtsfeier veranstalteten. Schei* Kümmerling sach ich nur *g*. Meine Düngung hat aber wohl gewirkt… Ist ein anderes Thema *g*.

Ich sah schon, dass ich nicht an die Stabskompanie rankommen würde, also “legal”. Trassenband eben. Keiner in der Nähe, andere Wege hätte es auch gegeben, aber nee, ich blieb stehen. Wie oft bin ich hier entlang gefahren und/oder gelaufen? Wieviel Tausend DM habe ich insgesamt in der Aktentasche gehabt, die nicht nur am Hauptzahltag (in der Regel der Zehnte eines jeden Monats, fällt dieser auf ein Wochenende oder Frei- oder Feiertag, dann am Donnerstag oder dem dem Feiertag vorhergehenden Tag *g*) mein Begleiter war?

Alles in allem habe ich meine Bilder von gestern hier zusammengefasst und mit ersten Beschreibungen untertitelt.

Die Truppe vom Bierstand kann sich die beiden Bilder in Originalgröße und -auflösung hier herunterladen (ca. 3,2 MB). Natürlich kostenlos, wie versprochen und selbstverständlich ;-).

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Thema: Allgemein, Reichswaldkaserne

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Ein Kommentar

  1. […] war ich ja bekanntlich wieder einmal in “meiner” alten Kaserne. Ein erster Bericht ist dort natürlich schon vorhanden. Der ist noch nicht ganz so vollständig, wird also noch […]

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